Den Debütroman von Royce Buckingham „Dämliche Dämonen“ habe ich mir vor ein paar Monaten  zugelegt und gelesen und will euch natürlich daran teilhaben lassen.
055_03006_81186_tIm Klapptext heisst es: „Ein Buch wie eine Achterbahnfahrt: irrsinnig witzig, wunderbar gruselig und voll unerwarteter Drehungen und Wendungen. Und kaum ist es vorüber, möchte man gleich noch mal von vorne beginnen!“
Naja, da war wohl wer etwas zu enthusiastisch…

Zur Story:
Der junge Nathan Grimlock hat von seinem Pflegevater und Mentor die Aufgabe des Dämonenhütens übertragen bekommen. Währrend sein Lehrmeister zu den grossen Dämonenhütern zählte, steckt Nate noch eher in den Kinderschuhen eines Azubis der gerade seine Ausbildung vollendet hat.
Er lebt in Seattle in einem Haus voller Dämonen und sieht sich der Aufgabe gegenüber diese zu hüten und zu verhindern das die quirligen und recht amüsanten Erscheinungen ein komplettes Chaos veranstalten.
Das wichtigste ist aber das Hüten des „Tieres“ das tief unten im Keller eingesperrt haust und auf keinen Fall entkommen darf, da es zu den menschenfressenden Dämonen gehört.
Als ob das nicht schon genug wäre lernt der schüchterne Nate, der bei seinen Mitmenschen als Spinner verschrien ist, eine junge Bibliothekshelferin kennen. Sie ist ebenso so schüchtern wie er und gilt als langweilige graue Maus. Sie aber hat sich vorgenommen endlich aus ihrem zurückgezogenen Dasein auszubrechen, einen Jungen kennzulernen und ein Abenteuer zu erleben. Dazu wird sie reichlich Gelegenheit erhalten, denn eines Tages machen sich unwissende Finger an der Verliessklappe des Tieres zu schaffen und zeitgleich überschreitet ein dürrer, in schwarze Robe gehüllter, Mann die kanadisch-amerikanische Grenzen mit drei Dämonen als Helfer bei sich und sinnt auf Rache und danach endlich der mächtigste Dämonenmeister zu werden…

Fazit:
Das Buch ist mit seinen 224 Seiten doch recht überschaubar und das ist meiner Ansicht nach auch seine Schwäche. Zwar ist die Art der Erzählung sehr gelungen und die Beschreibungen sind wirklich liebevoll, jedoch auch zu knapp gehalten. Hier hätte Royce wesentlich mehr rausholen können, denn er kann es wirklich gut. Die Dämonen kommen gut rüber, die Atmossphäre auch, das Tempo ist super, aber es fehlt immer etwas. Ein wenig mehr Detail, etwas mehr Ortsbeschreibung, ein tieferes eintauchen in Situationen wäre wirklich hilfreich und würde dem Buch sehr gut tun. So wirkt es etwas wie ein gutes Werk was noch mal Korrekturgelesen werden müsste. Gerade durch einige logische Fehler in der Geschichte fällt dies immer wieder auf.

Ein anderer Titel wäre vielleicht auch ganz gut, denn wirklich „dämliche Dämonen“ gibt es in der Geschichte eigentlich nicht. Eher einen Dämonenhüter der sich in einigen Lebenssituationen etwas dämlich anstellt. Immerhin heisst die englische Originalausgabe auch „Demonkeeper“.
Im Prinzip lohnt es sich das Buch zu lesen, es ist ein guter Debütroman, nur muss man sich das „Debüt“ auch stes vor Augen halten. Eine schöne Mischung aus Humor und Action, ebenso aus Realität und fantastischen Elementen. Man kann sehr gut mit den Figuren mitfühlen, das lesen macht Spass, aber es wäre einfach mehr drin gewesen und es ist schade das es nicht hervor geholt wurde, da es einen eigentlich förmlich anschreit ausgebuddelt und in Zeilen gegossen zu werden.

P.s. Demnächst soll das Buch von der 20th Century Fox verfilmt werden.

Weitere Infos und Leseprobe: Dämonen

Royce Homepage: Demonkeeper

Buch Info:

Originaltitel: Demonkeeper
Originalverlag: G. P. Putnam’s Sons, New York 2007
Aus dem Amerikanischen von Joannis Stefanidis

DEUTSCHE ERSTAUSGABE

Gebundenes Buch, Pappband mit Schutzumschlag, 224 Seiten, 13,5 x 21,5 cm
110 s/w Abbildungen
ISBN: 978-3-7645-3006-8
€ 14,95 [D] | € 15,40 [A] | CHF 27,50 (UVP)
Verlag: Penhaligon

Advertisements