Sein Name ist Bond, Shaman Bond. Als Frontagent im Auftrag der Familie Drood besteht seine Aufgabe darin, die Menschheit zu schützen. In der Welt des amerikanischen Erfolgsautors Simon R. Green hat man bei diesem Job auch alle Hände voll zu tun. Seit dem Anbeginn der Zivilisation wachen die Droods. Ihr Ruf ist legendär, kennt doch niemand die wahren Identitäten hinter den goldenen Rüstungen. Es ist nicht so das alle paar Jahre ein Dämon in einer beliebigen Großstadt auftaucht und dort marodiert – Unsere Welt ist durchsetzt von Gestalten und Lebensformen, welche der Normalsterbliche nur als Märchen- und Sagenwesen kennt. Die Familie Drood sorgt dafür das dies so bleibt und Shaman Bond ist eines ihrer schlagkräftigsten Argumente.

Obwohl Shaman weder seine Familie liebt, noch sie ihn, macht ihm seine tägliche Arbeit Spass. Ausgestattet mit reichlich technischen Spielereien klopft er all jenen Geistern, Magiern und Dämonen auf die Finger, die sich nicht anständig zu benehmen wissen. Daneben gilt es natürlich die üblichen Verschwörer, aufstrebende Weltherrscher und Vorbeireiter einer Apokalypse in die Schranken zu weisen. Shaman Bond kennt die Schlupfwinkel dieser zwielichtigen Gestalten, kennt den Blick hinter die Fassade des scheinbar Normalen und findet Türe und Wege, wo weder das normale Auge, noch der menschliche Verstand welche vermutet hätten.
Eines Tages wird der Frontagent zurück in das abgelegene Herrenhaus, den Familiensitz, kommandiert. Jahrelang gab es keine engeren Kontakten zwischen der Familie und ihm, dem schwarzen Schaf, dem Rebellen. So kehrt der ungeliebte Sohn an den Ort seiner Ausbildung, ein Heim voller Drill und Gehorsam, zurück um einen äusserst heiklen Auftrag entgegen zu nehmen. Von seiner Grossmutter, der Familienmatriarchin, wird Shaman Bond mit einer Seele nach Stonehenge gesandt. Dies ist der Tag an dem Shaman Bond sein Job um die Ohren fliegen soll.

Ein rasantes Urban Fantasy Abenteuer

Der Auftaktband der Shaman Bond Reihe entpuppt sich als ein Feuerwerk des Fantastischen. Der Autor vermengt klassische Urban Fantasy mit der Hauptfigur eines Sword and Socery Romans und schafft eine eindrucksvolle, eigenständige Geschichte. Ob Geisterautos, fliegende Wundertassen, auf Drachen reitende Elben oder Taschendimensionen – bei Simon R. Green gibt es nichts was es nicht gibt. Hinter jeder Ecke lauern fantastische Wesen, okkulte Verschwörungen und sonderbare Geheimnisse. Seine Hauptfigur entpuppt sich als aufsässig, mit ausgeprägtem Galgenhumor und einer erheblichen Distanz zum strahlenden Heldenklischee. Und so führen Shamans Abenteuer auch an die skurrilsten und bizarrsten Orte, in und jenseits dieser Welt.

Obwohl dieser Roman absolut actionreich ist, über ein wenig Romantik verfügt und das Spiel mit einer parallelen Welt beherrscht, bewegt er sich doch eine Spur jenseits gewohnter Fantasy Trends. Diese Eigenständigkeit ist es, welche nicht nur überzeugt, sondern auch einfach für eine gehörige Portion Lesespass sorgt. Simon R. Green gönnt dem Leser keine Atempausen, er jagt von einem Höhepunkt zu dem nächsten, nimmt ungeahnte Wendungen und bleibt dabei doch angenehm nah an seinen Figuren.

Simon R. Greens „Wächter der Menscheit“ – ein Roman mit garantierter Hochspannung, einem überquellenden Repertoire an fantastischen Wesen und Momenten, sowie einem Helden, der den Rausch genau so liebt wie die Flammenwerfer seines Wagens. Ein rasantes Fantasy Detektivabenteuer mit epischem Hintergrund, welches sich als wahrer Page Turner entpuppt.

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Buchfakten:
Wächter der Menschheit
Simon R. Green
Bastei Lübbe
Taschenbuch/Paperback
541 Seiten
ISBN: 978-3-404-20615-5

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