Die Regie verlässt zuerst das sinkende Schiff? Nachdem es immer wieder Wirbel und Unsicherheiten um die Verfilmung von J.R.R. Tolkiens „Der Hobbit“ gab, haben sich diese nun in den Abgang von Guillermo Del Toro gesteigert. Der Regisseur wirft das Handtuch, mit ihm wird es keinen Hobbit Film geben.
Die als Zweitteiler geplante Vorgeschichte zum „Herr der Ringe“ litt bereits zuvor an dem finanziellen Ruin von MGM, welcher immer wieder zu Verzögerungen in der Hobbit Filmentwicklung führten. Nun hat Del Toro seine Konsequenz gezogen. Gemeinsam mit Peter Jackson will Del Toro noch die Arbeit an den Drehbücher beenden. Anschliessend beginnt die Suche nach einem neuen Regisseur für das Fantasy Filmprojekt.

In einer Presseerklärung gab der Ex-Hobbit Regisseur bekannt:
„Durch die vielen Verzögerungen des Drehstarts für DER HOBBIT sehe ich mich vor der härtesten Entscheidung meines Lebens. Nachdem ich nun fast zwei Jahre Tolkiens Welt Mittelerde gelebt, geatmet und gestaltet habe, muss ich mit großem Bedauern die Leitung dieses wonderbaren Filmprojekts abgeben. Ich verbleibe dankbar mit Peter, Fran und Philippa Boyens, New Line und Warner und meiner gesamten Crew in Neuseeland. Ich hatte die Ehre in einem der schönsten Länder der Erde mit den besten ihres Fachs zu arbeiten. Dies hat mein Leben für immer verändert. Das hat sehr viel Freude bereitet, aber der wachsende Druck durch die vielen Verschiebungen und Terminänderungen hat nun den ursprünglichen Zeitplan des Projekts übernommen. Sowohl als Co-Autor als auch als Regisseur wünsche ich dem Projekt von Herzen alles gute und freue mich schon auf das fertige Produkt. Ich verbleibe als Partner des Projekts und seiner Macher, sowohl jetzt als auch in Zukunft und versuche einen möglichst fließende Übergabe an den nächsten Regisseur zu machen.“ (Quelle: Herr der Ringe Film)

Ebenfalls hat Peter Jackson die Entscheidung von Del Toro bereits kommentiert:
„Wir sind sehr traurig, dass Guillermo den HOBBIT verlässt, aber er hat uns immer auf dem Laufenden gehalten und wir verstehen, wie die langwierige Entwicklungszeit der beiden Filme — was komplett außerhalb unserer Kontrolle war — seine anderen Verpflichtungen und Projekten gefährdet. Letztendlich sah sich Guillermo del Toro nicht in der Lage sechs Jahre in Neuseeland zu leben um sich ausschließlich und exklusiv diesen Filmen zu widment, obwohl wir ihn eigentlich nur für drei Jahre verpflichtet hatten. Guillermo ist einer der eindrucksvollsten und kreativsten Köpfe, denen ich jemals begegnet bin und die Arbeit mit ihm hat sehr viel Spaß gemacht. Guillermos starke Vision sind in das Drehbuch und die Designs eingeflossen. Die Filme werden weiterhin auch seine Handschrift tragen. Wir freuen uns, dass Guillermo auch in den nächsten Monaten noch weiter mit Philippa Boyens, Fran Walsh und meiner Wenigkeit an den Drehbüchern feilen wird. Mit New Line und Warner Bros setzen wir uns diese Woche noch zusammen, um einen glatten und sauberen Übergang zu schaffen, während wir einen neuen Regisseur für den HOBBIT einstellen. Wir erwarten dadurch keine weiteren Verzögerungen oder Unterbrechungen der Vorproduktion.“ (Quelle: Herr der Ringe Film)

Weitere Infos: The one Ring

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