Lieber Leser,

warum gerade Du diesen Brief in den Händen hälst, fragst Du dich? Lass es bleiben! Wir haben alles versucht, es zu verhindern, doch das Schicksal lässt sich augenscheinlich nicht aufhalten.
So beginnt das Anschreiben auf vergilbtem, leicht zerknittertem Papier, welches in diesen Tagen seinen Weg in verschiedene Briefkästen in der ganzen Republik gefunden hat. Bourbonkids Erzfeinde starteten diesen verzweifelten Ruf an die Welt, in dem Wissen, um die Aussichtslosigkeit des eigenen Handelns.

Zwei Schnippchen konnten wir ihm dennoch schlagen:

1. Wir haben das beiliegende Buch mit unsichtbarer Tinte drucken lassen. Warum, fragst du dich? Lass es bleiben! Nur soviel: Fast alle, die das erste Buch von Anonymus gelesen haben, konnten danach über Wasser gehen. Und zwar über den Jordan!

2. Wir konnten die Veröffentlichung des Buches zwar nicht verhindern, aber immerhin den Erscheinungstermin von Juli auf Ende September hinauszögern. Vielleicht bleibt uns so genügend Zeit, um gegen die dunkle Macht des Wortes von Anonymus vorzugehen.

Ungläubig ob dieser Worte dürften die Auserwählten dieser Botschaft mit zitternden Fingern das Buch aus dem Umschlag, mit Totenkopfmotiv, geklaubt haben. Manch einer mag tief durchgeatmet, sich gesetzt, ein Kreuz oder noch älteres Zeichen der Abwehr gegen Teuflisches geschlagen haben, um die ersten Seiten von „Das Buch ohne Staben“ aufzuschlagen.
Es war ihnen gelungen! Jenem verschwiegenem Kreis tollkühner Verfechter des Guten, mit Unterstützung einer Rebellenzelle im Hause Bastei Lübbe. Das Buch, sein erster Druck, konnte erfolgreich sabotiert und mit unsichtbarer Tinte durchgeführt werden.
Kein Stabe findet sich auf seinen Seiten!

Doch für die Empfänger dieser brisanten Korrespondenz beginnt nun erst ihr Martyrium, der Start in ein Himmelfahrtskommando, so abenteuerlich und dem Wahn nahe, das seine genaueren Umstände an dieser Stelle nicht offen gelegt sein, sondern sich der nötige Mantel des Schweigens um sie lege.

Dennoch sei wenigstens die Warnung der Erzfeinde Bourbonkids hier niedergeschrieben, auf das ein paar Seelen zu retten sein.

Empfehle das Buch niemandem! Rede in Gegenwart anderer nur schlecht über den Titel. Schreib ja nichts in Artikeln, Foren, Blogs oder auf Websites, was potentielle Leser neugierig machen könnte. Bewerte das Buch nicht positiv bei irgendwelchen Onlinebuchhandlungen. Zensur ist das Stichwort! Wo es nur geht.

Ja, lieber Blogleser, die Schwäche steckt in jedem Menschen und als zu schnell lässt man sich übermannen. So ist nun auch dieser Beitrag entstanden, dem ausdrücklichen Willen der Erzfeinde entgegen. Hoffen wir es hat dem aufziehenden Übel des Anonymus nicht weiteren Vorschub geleistet.

Geheimpost von Bastei Lübbe und Borbonkids ErzfeindenGeheimpost von Bastei Lübbe und Bourbonkids Erzfeinden

Das Buch ohne Staben

Hinter diesem Link lauert der ganze Wahn des Anonymus: Das Buch ohne Staben