Der Trend zur literarischen Flucht in ferne Welten zeigt sich deutlich auf der Leipziger Buchmesse. Noch mehr Verlage und Autoren als in den Vorjahren präsentieren sich vom 17. bis 20. März auf der Messe und im Rahmen des Lesefestes „Leipzig liest“. Die aktuellen Neuerscheinungen werden auf der Leseinsel Fantasy in der Halle 2 vorgestellt.

Engel, Zombies und Drachenflüsterer sind die Fantasy-Helden 2011. Sie versprechen, dem phantastischen Genre ähnlich märchenhafte Verkaufszahlen zu bescheren wie Vampire & Co. in den Jahren zuvor.

Fantasy-Werke befinden sich unaufhaltsam auf Erfolgskurs und haben sich längst als „All-Age“-Literatur für jung und alt etabliert. Vor allem deutsche Fantasy-Autoren sind weltweit gefragter denn je.

Das Fantasy-Online-Portal WerkZeugs hat das Programm der Leseinsel mitorganisiert und Genre-Größen wie Wolfgang Hohlbein, Markus Heitz, Christoph Hardebusch und Kai Meyer eingeladen. Zudem hat WerkZeugs einen Gemeinschaftsstand mit 16 Verlagen, unter anderem Piper, Heyne, Droemer Knaur, Blanvalet, Klett-Cotta, Goldmann und der Agentur Schmidt & Abrahams geschaffen, der mit seiner Autoren-Lounge Anlaufpunkt für Kreative und Fans ist.

Wolfgang Hohlbein und die Fantasy-Elite lesen

„Endlich habe ich den Roman erschaffen, den ich schon immer schreiben wollte“, sagt Wolfgang Hohlbein laut dem Verlag Piper Fantasy über sein neues Meisterwerk „Infinity – Der Turm“. Wolfgang Hohlbein liest in einer Vor-Premiere aus der Endzeit-Saga am 18. März auf der Fantasy-Leseinsel. Die offizielle Premiere mit Wolfgang Hohlbein und Gerd Ruebenstrunk („Das Wörterbuch des Viktor Vau“) findet ebenfalls am 18. März in einer Abendveranstaltung auf dem Südfriedhof (Hauptkapelle) statt. Hohlbein-Fans kommen auf der Leipziger Buchmesse voll auf ihre Kosten. Jung-Autorin Rebecca Hohlbein tritt mit ihrem Roman „Himmelwärts“ in die Fußstapfen ihres berühmten Vaters und liest am Messesonntag auf der Fantasy-Leseinsel.

Hilfe! Die Untoten kommen! – Mit Marion, Charltons und Williams

Mit seinem Debütroman „Mein fahler Freund“ ist dem Amerikaner Isaac Marion nicht nur der erste romantisch-witzige Zombie-Liebesroman in der Geschichte der Fantasy gelungen. Er hat auch den Grundstein für einen neuen Trend gelegt. In den USA stürmt die Zombie-Mensch-Love-Story die Bestseller-Charts, und Hollywood hat bereits die Rechte gekauft. Zur Buchpräsentation erweckt der Klett-Cotta Verlag die Untoten zum Leben. Wer sich traut, spaziert beim Zombie-Walking-Act mit, nimmt am großen Gewinnspiel teil oder lässt sich bei einer Fotosession mit einem Zombie auf einem Schnappschuss verewigen. Bei der Buchvorstellung gibt Gastleser Christian von Aster (bekannt durch die Lesereihe: „StirnhirnhinterZimmer“) am 20. März im Lese-Treff Einblicke ins Liebesleben des Untoten.

Weitere Geheimtipps des Klett-Cotta Verlags sind Blake Charltons sensationelles Debüt: „Nicodemus – Der Zauberverschreiber“ und Tad Williams „Der Engelsturm“, das furiose Finale seines in neuer Übersetzung erschienenen Klassikers: die Osten-Ard-Saga.

Entführung ins „Perryversum“

Mit über einer Milliarde verkaufter Abenteuergeschichten ist Raumschiff-Kommandeur „Perry Rhodan“ der erfolgsreichste Science-Fiction- und Heftroman-Serien-Held der Welt und seit 1961 der Dauerbrenner der deutschen Verlagsunion Pabel-Moewig. Auf der Leipziger Buchmesse entführen die „Perry-Rhodan“-Autoren Susan Schwartz, Christian Montillon und der Illustrator Arndt Drechsler („Atlan“-Serie) Fans und solche, die es werden wollen, ins Perryversum.

Kleine Verlage ganz groß

Dass Susan Schwartz (mit richtigem Namen Uschi Zietsch) nicht nur passionierte „Perry Rhodan“-Autorin ist, sondern generell ein Faible für das Fabelhafte besitzt, beweist sie als Verlegerin und Schriftstellerin des kleinen Fabylon-Verlags. Zur Messe erscheinen „Wie das Universum und ich Freunde wurden“, Thomas Wawerkas surreale Sicht auf zwischenmenschliche Beziehungen und die von Jörg Weigand herausgegebene Anthologie „Zwei Engel der Nacht“ mit Kurzgeschichten verschiedener Fantasy-Autoren. Zudem liest Uschi Zietsch aus ihrem neuen Roman „Fyrgar – Volk des Feuers“.

Klein, aber exklusiv ist auch Medusenblut (Stand H305), der als „Entdeckerverlag“ für dunkle Phantastik gefeierte Verlag von Fantasy-Größe Boris Koch. Zu den Autoren zählt unter anderem Christian von Aster („StirnhirnhinterZimmer“). Autor Boris Koch ist in Leipzig mit dem dritten Teil von „Der Drachenflüsterer – Das Verließ der Stürme“ vertreten.

Zwischen Wahn und Mystik

Auf Steampunk und Urban Fantasy setzt der Verlag Feder & Schwert und lockt seine Leser in den Grenzbereich zwischen Wahn und Mystik. Seit diesem Jahr veröffentlicht Feder & Schwert die weltweit erfolgreiche Urban-Fantasy-Reihe „Die dunklen Fälle des Harry Dresden“ von Jim Butcher. In den USA existiert zu den Romanen über Chicagos einzigen Magier-Detektiv bereits eine TV-Serie „The Dresden Files“. Auf der Leipziger Messe sind unter anderem die Steampunk-Koryphäen Oliver Plaschka mit „Der Kristallpalast“ – einem Schauerroman über einen mysteriösen Mord am Vorabend der ersten Weltausstellung in London 1851 – und Ju Honisch mit ihrem Buch „Jenseits des Karussells“, in dem dunkle Mächte das München des Jahres 1867 heimsuchen, vertreten.

Phantastische Welten voller Magie erforschen die Helden aus den Rollen-, Brett- und Kartenspielen sowie den Tabletops des Ulisses Spiele-Verlags. Am Messestand finden Zocker Spiele wie „Hordes“, „Justifiers“, „Das schwarze Auge“, „Pathfinder“ und den Steampunk-Kult-Hit „Iron Kingdoms“.
(Quelle: Leipziger Messe)