Manchmal kommen sie wieder – Unter diesem Motto laden der Mantikore-Verlag und Ulisses Spiele zur ersten MantiCon.
Vom 7.-9. September 2012 drehen wir das Rad zurück und wühlen in der Mottenkiste des Rollenspiels. Altmeisterliches, Altbackenes und Abseitiges von verstaubten Erstauflagen über (manchmal zu recht) vergessene Kuriositäten bis hin zu aktuellen Nischensystemen – auf der MantiCon geben sie sich alle ein Stelldichein.

Früher war alles besser. Früher – das waren die 80er. Die Welt war noch überschaubar. Der Eiserne Vorhang teilte sie in Schwarz und Weiß … und Neonpink.

Dallas, Knight Rider und Miami Vice flimmerten über die Fernsehbildschirme. Popper, Punks und Yuppies bestimmten das Straßenbild. D&D erschien erstmals auf Deutsch, Das Schwarze Auge lag im Spielzeuggeschäft aus, Magira wurde zu Midgard und Conan, Elric und Perry Rhodan waren immer noch da. Das Internet zog endgültig seine Militärstiefel aus und das erste Handy wog ein Kilo. Es war die Zeit von Star Wars und Star Trek, E.T. und Blade Runner, C64 und Atari, Judas Priest und Trio, Dauerwelle und Vokuhila, Schulterpolster und Leggins. Es war die „gute alte Zeit“.

Das Konzept

Manchmal kommen sie wieder – unter diesem Motto findet vom 7.-9. September 2012 die erste MantiCon statt. Ausgerichtet vom Mantikore-Verlag und von Ulisses Spiele kehren wir zurück in die glorreiche Ära als Rollenspiele noch wie Formelsammlungen aussahen, Fanzines auf der Schreibmaschine entstanden, Briefspiele das wahre WoW waren und Charakterspiel Angriffsbonus hieß. Chips enthielten richtiges Fett, Cola echten Zucker und Haarspray reichlich FCKW.

Mit Dinosauriern wie z.B. TORG, RuneQuest, MERS, Rolemaster, Pendragon, Sturmbringer, Talislanta, Gamma World, Traveller, Paranoia, Timemaster u.v.m. wollen wir eine Zeitreise in die Frühgeschichte des Rollenspiels machen. Und hier gilt das Recht des Schrägeren! Darum sind auch nicht nur die ganz, ganz alten, sondern auch Nischensysteme und „Kleinstrollenspiele“ wie z.B. Raumhafen Adamant, Paranoia oder Labyrinth Lord zugelassen. Hauptsache nicht normal.

Der Inhalt

Neben dem exzessiven Gebrauch von Rollenspiel-Nekromantie hat sich einige Szene-Prominenz angekündigt, die sich in entspannter Atmosphäre und ohne Fluchtmöglichkeit kennenlernen lässt: u. a. Andreas Schnell (Heredium), Moritz Mehlem (Labyrinth Lord), Karl-Heinz Zapf (Mächte, Mythen, Moddermonster), Alexander Schiebel (Destiny Dungeon), Swen Harder (Reiter der Schwarzen Sonne) und als Ehrengäste Joe Dever (Einsamer Wolf) sowie Alberto Dal Lago (Coverartist Einsamer Wolf). Auch André Wiesler (Marketingleiter Ulisses) und Markus Plötz (Geschäftsführer Ulisses) haben sich angekündigt und werden wie Urgestein auf die Con rollen, um Seltsames und Altes anzubieten.

Neuvorstellungen und Lesungen, Workshops und Vorträge, eine große Tombola mit tollen Gewinnen und eine Versteigerung von alten Rollenspiel- und Spielbuchraritäten runden den Event ab.

Bisher haben wir bereits Leiter-Voranmeldungen für folgende Systeme, aber weitere sind sehr gern gesehen: Sternengarde, Midgard, D&D (1. Edition), Das Schwarze Auge (1. Edition), Mythen, Mächte, Moddermonster, Cthulhu, S&D, Cyberpunk, Indiana Jones, Top Secret, PP&P, MERS, Ghostbusters, Paranoia, AD&D (1. Edition), Teenagers from outer space, Monster aus der Spätvorstellung.

Die Regeln

Gespielt werden dürfen nur Systeme, die entweder heute nicht mehr aufgelegt werden oder die ein klassisches „Nischensystem“ sind. Wichtig ist dabei: Das System muss irgendwann einmal bei einem Verlag veröffentlicht worden sein. Von derzeit noch erfolgreichen Rollenspielen wie Das Schwarze Auge, Cthulhu oder Shadowrun sind nur die ersten Auflagen erlaubt. Bei Verstößen wird eine Zufallsbegegnung ausgewürfelt … oder so ähnlich.

Das Setting

Die MantiCon findet auf der mittelalterlichen Starkenburg oberhalb Heppenheims in Hessen statt – einer voll ausgebauten Jugendherberge mit ritterlichem Ambiente. Alle Gäste kommen in den Genuss von gemütlichen Betten (maximal im Viererzimmer) und frischen Buffets. Auch die Zimmer haben einen gewissen Retro-Charme – vier Sterne sind also leider nicht zu erwarten.

Dafür gibt es zwei Feuerstellen im Hof, die man bei gutem Wetter auch zum Grillen nutzen kann – oder um Magickarten zu verbrennen, die sowieso an allem Schuld sind; die Älteren werden sich erinnern.

Die Anmeldung

Für die Teilnahme schickt bitte eure verbindliche Anmeldung mit allen relevanten Daten  (Name, Adresse, wollt ihr leiten, wollt ihr mit anderen auf ein Zimmer) an mantikoreverlag@aol.com – hier erhaltet ihr dann die Bankdaten für die Teilnahmegebühr, die im Vorfeld zu entrichten ist. Erst mit Eingang des Teilnahmebeitrages ist die Buchung gültig. Die Convention ist auf 50 Gäste beschränkt, also nicht zaudern.

(Quelle: MantiCon)

Alle Infos zur RetroCon: MantiCon