Seit 1983 wird im Rahmen der Wetzlarer Tage der Phantastik alljährlich der »Phantastik-Preis der Stadt Wetzlar« vergeben und in einer Feierstunde vom Oberbürgermeister dem Preisträger überreicht. Hierzu hat der Oberbürgermeister eine vierzehnköpfige Jury aus Wetzlarer Bürgern (Bibliotheken, Buchhandel, Leser, Stadtverwaltung, Presse und Rundfunk) ernannt, die zwar eine enge Beziehung zur Literatur haben, aber weder elitäre Literaturkritiker sind noch Autoren oder Herausgeber, so dass dieser Preis näher am Publikumsgeschmack liegt, als das bei den meisten anderen Literaturpreisen in Deutschland der Fall ist.

Diese Jury wählt aus dem Angebot der in den jeweils vorangegangenen zwölf Monaten erschienenen Bücher das ihrer Ansicht nach beste aus.

Der diesjährige Gewinner des angesehenen, phantastischen Litertaurpreises ist der Roman Neue Mitte von Jochen Schimmang, erschienen August 2011 bei Edition Nautilus.

Über das Buch:

Winter 2029/30. Deutschland hat nach neun Jahren Juntaherrschaft vier Jahre Übergangsregierung unter englischer Führung hinter sich. Das ehemalige Regierungsgelände in Berlin ist Niemandsland. Doch hat sich dort inzwischen ein bunter Haufen von Menschen angesiedelt, die ihr Utopia leben: intelligent, gebildet, die meisten vernetzt durch den Widerstand während der Juntazeit: ein Gärtner, ein Geigenbauer, ein anarchistischer Lektürezirkel, das Restaurant »Le plaisir du texte«. Nun soll dort aucheine Bi bliothek eingerichtet werden – für  deren Aufbau ist Ulrich Anders nach Berlin gekommen, der Erzähler des Romans.

Doch der Zustand glückseliger Freiheit ist bald bedroht: Aus den verlassenen U-Bahn-Schächten heraus unternimmt die Junta einen neuen Putschversuch. Eine Drahtzieherin scheint die schöne Witwe des Juristen der Junta zu sein, dessen Bibliothek Ulrich gekauft hatte. Und an was für einem geheimnisvollen Programm arbeitet Ulrichs Freundin, die Softwareentwicklerin Eleanor Rigby?

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